Marianne Magauer

FS 27.100

Integrative Taxonomie als Grundlage jeder Biodiversitätsforschung

Session status: Preview
Content last updated: 2026-05-11 11:34:05
Online available since: 2026-05-11 11:02:52

Details

  • Full Title

    Integrative Taxonomie als Grundlage jeder Biodiversitätsforschung – Nicht nur richtig, sondern richtig cool!
  • Scheduled

    TBA
    TBA
  • Chair

    Schönswetter, Peter
  • Co-chair(s)

    Frajman, Božo; Steiner, Florian M.; and Schlick-Steiner, Birgit
  • Thematic Focus

    Forschung
  • Keywords

    Integrative, Taxonomie, Molekulare Methoden, Artabgrenzungen, Morphometrie

Abstract/Description

Seit den 1990er Jahren werden vermehrt DNA-Daten als Grundlage für die Systematik und Taxonomie der Lebewesen verwendet. Damit haben sich fundamentale Änderungen ergeben; zum Beispiel weiß man mittlerweile, dass die Einteilung der Eukaryoten in Pflanzen, Tiere und Pilze zwar Struktur und Ernährungsweise der Organismen beschreibt, nicht aber die Verwandtschaftsverhältnisse widerspiegelt. Weiters hat sich die Zweiteilung der Blütenpflanzen in Ein- und Zweikeimblättrige als nicht haltbar erwiesen, genauso wenig wie die Zusammenfassung aller Fische in einer Gruppe.

Die Verwendung von DNA-gestützten Verfahren hat nicht nur die Großsystematik komplett verändert, sondern auch zu einer geänderten Umgrenzung vieler Familien, Gattungen und sogar Arten geführt. Während Pessimist*innen in den 1990er-Jahren das Ende der klassischen Taxonomie prophezeiten, haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, dass klassische Methoden (Morphometrie, Chromosomenzählungen, etc.) mehr verwendet werden als jemals zuvor – aber zunehmend als Teil eines Methoden-Potpourris, das als “Integrative Taxonomie“ bezeichnet wird.

Die Session zeigt anhand verschiedener Beispiele aus dem Alpenraum und seiner Umgebung, wie integrative Zugänge die Taxonomie unserer Lebewelt verändert und besser verständlich machen. Weiters werden durch die erfolgreiche Kombination von ausgiebiger Freilandarbeit, Anwendung modernster Methoden und einer guten Portion Glück bisherige Arten eingezogen aber auch viele neue Arten beschrieben, einige davon sind als kleinräumige Endemiten „Kronjuwelen“ der Biodiversitätsausstattung der Ostalpen. Aber nicht nur das: regelmäßig erhellt die Kombination von Methoden und das Auflösen scheinbarer Widersprüche zwischen Datensätzen auch unser Verständnis der evolutiven Kräfte und Muster.

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