Von der politischen Zielsetzung zur räumlichen Evidenz: Schutzgebietskulissen und Lebensraumvernetzung im Kontext europäischer und nationaler Biodiversitätsstrategien

Abstract ID: 3.56
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Kudrnovsky, H. (1)
Banko, G. (1); Rehberger, O. (1); and Grillmayer, R. (1)
(1) Environment Agency Austria, Biodiversity & Nature Conservation, Biodiversity & Nature Conservation, Spittelauer Lände 5, 1090 Vienna, Vienna, Austria
How to cite: Kudrnovsky, H.; Banko, G.; Rehberger, O.; and Grillmayer, R.: Von der politischen Zielsetzung zur räumlichen Evidenz: Schutzgebietskulissen und Lebensraumvernetzung im Kontext europäischer und nationaler Biodiversitätsstrategien, #TDB27-3.56
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Keywords: Biodiversitätsstrategie, Schutzgebiete, Lebensraumvernetzung, GIS
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Abstract
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Die EU-Biodiversitätsstrategie 2030 und die Österreichische Biodiversitätsstrategie 2023+ fordern einen ambitionierten Ausbau des Schutzgebietsnetzes auf mindestens 30 % der Landfläche. Eine Fortschrittskontrolle ist durch eine Geodatenanalysen europäisch harmonisierter Berichtsdaten (National Designated Areas – NatDA; Natura 2000 Gebiete) möglich. Dieser Beitrag zeigt, wie standardisierte GIS-Datensätze zur Evaluierung der Strategieziele genutzt werden können. Wiederkehrende Berichtszyklen ermöglichen die Darstellung der zeitlichen Entwicklungen der Schutzgebietskulisse. Da sich nationale und europäische Schutzgebiets-Kategorien – etwa Nationalparks und FFH-Gebiete –überlagern können, sind GIS-Analysen erforderlich, um die Netto-Schutzfläche zur Ermittlung des realen Zielerreichungsgrads zu berechnen. Ergänzend dient die im NatDA-Datensatz integrierte IUCN-Kategorisierung (Ia–VI) als Indikator, um die qualitative Schutzstrenge zu bewerten. Die Schutzgebietskulisse kann mit GIS-Daten der Lebensraumvernetzung (u. a. überregionale ökologische Korridore und Trittsteinbiotope) verknüpft werden. Damit lassen sich funktionale Zusammenhänge und Barrieren in der grünen Infrastruktur identifizieren. Am Beispiel Österreichs werden methodische Herausforderungen der Geodaten-Harmonisierung präsentiert und deren Relevanz für das strategische Naturschutz-Monitoring, Raumplanungsfragen und die Sicherung der ökologischen Konnektivität diskutiert.

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