Klassische Beprobungen und eDNA-Metabarcoding kombiniert: ein effizienter Weg um alpine Bodentiere zu erfassen?
(2) Ecological Sciences, James Hutton Institute, Craigiebuckler, Aberdeen AB15 8QH, United Kingdom
(3) Department of Ecology, Universität Innsbruck, Technikerstrasse 25, 6020 Innsbruck, Austria
Abstract
Alpine Lebensräume unterliegen weltweit raschen Veränderungen, insbesondere in Europa. Gleichzeitig sind Untersuchungen zur alpinen Bodenfauna außerhalb der Europäischen Alpen nach wie vor selten, werden jedoch dringend benötigt, um besser zu verstehen, welche Gruppen tatsächlich in alpinen Böden leben und wie sie auf Prozesse des globalen Wandels reagieren. Da klassische Methoden (z.B. Bodenfallen und Bodenproben) zwar zuverlässig aber als zeitaufwendig gelten, zielt das Projekt BEN-EAF darauf ab, sie mit modernen eDNA-Methoden zu vergleichen. Eine Frage bleibt jedoch offen: Soll eDNA klassische Ansätze ersetzen oder ergänzen?
Die Probenahme erfolgte in den schottischen Highlands, wo eDNA-Ansätze bereits erfolgreich für die allgemeine Bewertung der alpinen Bodenorganismen getestet wurde. In vier repräsentativen alpinen Lebensräumen innerhalb des Cairngorms-Nationalparks testeten wir die Anwendbarkeit von (1) klassischen Bodenproben und Bodenproben im Vergleich zu (2) Metabarcoding von aus Bodenproben extrahierter eDNA. Zusätzlich testeten wir die DNA-Extraktion direkt aus der Konservierungsflüssigkeit der Bodenfallen.
Das Projekt BEN-EAF zielt darauf ab, die Stärken und Anwendungsbereiche beider methodischer Ansätze zu identifizieren und spezifische Leitlinien für die Probenahme von alpinen Bodenfauna zu erarbeiten. Erste Ergebnisse aus den Bodenfallen-Daten zeigen bereits deutlich voneinander trennbare Bodenfauna-Gemeinschaften aus den vier schottischen alpinen Lebensräumen und tragen bereits dazu bei, Verbreitungslücken zu schließen. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse des eDNA-Ansatzes das Gesamtbild weiter ergänzen werden. Diese Erkenntnisse scheinen nicht nur für die Bewertung der alpinen Bodenfauna in den schottischen Highlands von Nutzen zu sein, sondern auch für andere Bergregionen.
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