Gründächer als Trittsteine für Biodiversität und ökologische Vernetzung im urbanen Alpenraum

Abstract ID: 3.15
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Schallhart, S. (1)
Gouëset, V. (1); Thalinger, M. (1); Huber, T. (1); Kustatscher, E. (1); Kovács, K. (2); Hilpold, A. (2); Boscutti, F. (3); Guariento, E. (2); Paniccia, C. (2); Sigura, M. (3); Pace, R. (5); Favilli, F. (4); Ravazzoli, E. (4); and Laner, P. (4)
(1) Tiroler Landesmuseen, Krajnc-Straße 1, 6060 Hall in Tirol, Österreich
(2) Institute for Alpine Environment, Eurac Research, Bolzano, Italy
(3) University of Udine, Udine, Italy
(4) Institute for Regional Development, Eurac Research, Bolzano, Italy
(5) Institute for Renewable Energy, Eurac Research, Bolzano, Italy
How to cite: Schallhart, S.; Gouëset, V.; Thalinger, M.; Huber, T.; Kustatscher, E.; Kovács, K.; Hilpold, A.; Boscutti, F.; Guariento, E.; Paniccia, C.; Sigura, M.; Pace, R.; Favilli, F.; Ravazzoli, E.; and Laner, P.: Gründächer als Trittsteine für Biodiversität und ökologische Vernetzung im urbanen Alpenraum, #TDB27-3.15
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Keywords: Gründächer, Urbane Biodiversität, Ökologische Vernetzung, Trittsteine, Alpenraum
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Keywords: Gründächer, Urbane Biodiversität, Ökologische Vernetzung, Trittsteine, Alpenraum
Abstract
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Der zunehmende Verlust und die Fragmentierung von Lebensräumen durch Urbanisierung sowie sich verändernde Umweltbedingungen infolge des Klimawandels sind zentrale Herausforderungen für den Erhalt der Biodiversität. In Städten werden begrünte Dächer und Fassaden daher zunehmend als naturbasierte Lösungen eingesetzt, um die Biodiversität zu fördern. Zudem können sie als sogenannte Trittsteine die Ausbreitung und den ökologischen Austausch von Arten in Städten unterstützen. Das Potenzial von Gründächern als Lebensräume sowie ihre Funktion als Trittsteine in urbanen ökologischen Netzwerken ist jedoch insbesondere im Alpenraum noch unzureichend untersucht.

Im Rahmen des Interreg-Projekts GRACE untersuchen wir den Einfluss von Gründächern auf die urbane Biodiversität sowie ihr Potenzial als Trittsteine für unterschiedliche Organismengruppen in drei Städten im Alpenraum: Innsbruck (Österreich) sowie Bozen und Udine (Italien). Dazu führen wir ein Multi-Taxa-Monitoring durch, welches Vegetationsaufnahmen, Erhebungen von Tag- und Nachtfaltern, Heuschrecken und Bestäubern sowie die Erfassung bodenaktiver Arthropoden und weiterer Arthropodengemeinschaften mittels Metabarcoding von Malaisefallen umfasst. Ergänzend werden Vögel und Fledermäuse mittels passivem akustischem Monitoring erfasst. Kontinuierliche mikroklimatische Messungen liefern zusätzliche Informationen zu den Habitatbedingungen.

Durch die Verknüpfung von Multi-Taxa-Monitorings mit mikroklimatischen Messungen analysieren wir, wie sich unterschiedliche Gründächer auf die Artenvielfalt und Artenzusammensetzung auswirken und welchen Einfluss mikroklimatische Parameter darauf haben. Der Vergleich der drei Städte ermöglicht zudem die Analyse des Einflusses unterschiedlicher klimatischer und urbaner Rahmenbedingungen auf die ökologische Funktion von Gründächern.

Die Ergebnisse sollen das Potenzial von Gründächern in Städten des Alpenraums als Lebensraum verschiedener Organismengruppen und als ökologische Trittsteine quantifizieren und bewerten. Damit schafft das Projekt GRACE eine Grundlage für die evidenzbasierte Entwicklung von Gründächern, die zur Förderung der Biodiversität beitragen, und deren Integration in eine nachhaltige und klimaresiliente Stadtplanung im Alpenraum.

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