Die Beech-Box: Eine Multi-Sensor Station für Biodiversitätsmonitoring
Abstract
Die Erfassung von Wald-Biodiversität stützte sich bisher auf manuelle Kartierungen oder den Einsatz einzelner Sensoren wie Wildkameras oder akustischer Rekorder. Diese herkömmlichen Ansätze stoßen jedoch an methodische Grenzen, da tierische Aktivitäten und Lautäußerungen zum Beispiel stark temperatur- bzw. wetterabhängig sind. Weiters kann ein standardisiertes Anbringen von den Sensoren im Freiland einen erheblichen Aufwand darstellen.
Hier setzt die innovative „Beech-Box“ an. Als integrierte Multi-Sensor-Station vereint sie biologische Sensoren (ein passiv-akustisches Mikrofon, eine horizontale Unterstory-Kamera und eine vertikale hemisphärische Kronendach-Kamera) mit mikroklimatischen Sensoren (Lufttemperatur, Luftfeuchte, Barometerdruck, Bodentemperatur und Bodenfeuchte) in einem einzigen Gehäuse. Dieser sensorübergreifende Ansatz ist isolierten Einzelsensoren systematisch überlegen, da jede Box, die in einem Projektsetting standardisierte Ergebnisse liefert.
Durch die zeitgleiche und räumliche Aufzeichnung biologischer Signale und physikalischer Parameter erlaubt die Beech-Box, mikroklimatische Variablen als Kovariablen direkt in Modelle einzuspeisen. Auf diese Weise lässt sich die Detektierbarkeit mathematisch standardisieren und die tatsächliche Habitatnutzung von witterungsbedingter Inaktivität entkoppeln. Zudem erfasst die Beech-Box trophische Synchronität, wie den Blattaustrieb des Kronendachs oder dem Wachstum des Unterwuchs im Verhältnis zu Aktivitätsspitzen der Fauna. Dies übertrifft dabei die Auflösung, die durch die Interpolation weit entfernter Wetterstationen erreichbar wäre. Die Beech-Box bietet somit ein kosteneffizientes, und standardisiertes Instrument für ein evidenzbasiertes Biodiversitätsmonitoring, welches zum Beispiel im nachhaltigen Forstmanagement unabdingbar ist.
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