Verborgene Vielfalt beim Langfahnen-Tragant: Zwei neue Arten in den Alpen und im Apennin

Abstract ID: 3.175
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Huber, E. (1)
Maylandt, C. (1); Pagitz, K. (1); and Schönswetter, P. (1)
(1) Universität Innsbruck, Sternwartestr. 15, 6020 Innsbruck
How to cite: Huber, E.; Maylandt, C.; Pagitz, K.; and Schönswetter, P.: Verborgene Vielfalt beim Langfahnen-Tragant: Zwei neue Arten in den Alpen und im Apennin, #TDB27-3.175
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Keywords: Neue Art, Taxonomie, Polyploidie, Extrazonale Steppe
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Was zunächst als eine einzige, weit verbreitete und vertraute Pflanzenart erscheint, kann bei genauerem Hinsehen eine ganz neue Geschichte erzählen.  

Bei der weitverbreiteten Steppenpflanze Langfahnen-Tragant (Astragalus onobrychis L., Fabaceae) wurden bereits mehrere genetische Linien identifiziert, die teilweise mit Unterschieden in der Anzahl der Chromosomensätze korrelieren. Im Mittelpunkt meines Vortrags stehen Populationen aus den Alpen und dem Apennin, die bisher A. onobrychis zugeordnet werden.  Untersucht wurden die genetische Differenzierung, der evolutionäre Ursprung sowie die Frage, ob sich diese Unterschiede auch in konsistenten morphologischen Merkmalen widerspiegeln. Dazu wurden genomische Analysen mittels RAD-Seq, die Bestimmung der relativen Genomgröße und multivariate morphometrische Analysen angewendet. 

Sowohl genomische als auch morphologische Ergebnisse stützen die Anerkennung zweier neuer Arten, deren Verbreitung, Evolution und diagnostische Merkmale vorgestellt werden. Dies sind einerseits der Trockental-Tragant (Astragalus vallium-aridarum), ein  Endemit der Alpen und der angrenzenden Provence und andererseits der Italienische Tragant (Astragalus italicus) der disjunkt in den Südostalpen, der angrenzenden Po-Ebene sowie im Nord- und Zentral-Apennin verbreitet ist.

Die Studie verdeutlicht, dass ein integrativer Ansatz bisher kryptische Vielfalt sichtbar und taxonomisch fassbar machen kann.

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