Integrative Taxonomie: Schnittstelle zwischen Systematik und Evolutionsbiologie

Abstract ID: 3.133
| Pending
| TBA
| TBA
Steiner, F. M. (1)
Schönswetter, P. (2); and Schlick-Steiner, B. C. (1)
(1) Institut für Ökologie, Universität Innsbruck, Technikerstr. 25, 6020 Innsbruck
(2) Institut für Botanik, Universität Innsbruck, Sternwartestr. 15, 6020 Innsbruck
How to cite: Steiner, F. M.; Schönswetter, P.; and Schlick-Steiner, B. C.: Integrative Taxonomie: Schnittstelle zwischen Systematik und Evolutionsbiologie, #TDB27-3.133
Categories: No categories defined
Keywords: Biodiversität, Artabgrenzung, Alpha-Taxonomie, Review, Ausblick in die Zukunft
Categories: No categories defined
Keywords: Biodiversität, Artabgrenzung, Alpha-Taxonomie, Review, Ausblick in die Zukunft
Abstract
[e2pdf-download id="7"]
Download
Download

Alpha-Taxonomie – also die Wissenschaft von der Charakterisierung, Klassifizierung und Benennung von Arten – erlebt eine Renaissance. Ein Grund dafür ist die zunehmende Verfügbarkeit von Methoden aus anderen biologischen Disziplinen für die Taxonomie. Die Integrative Taxonomie (IT) – die die Komplementarität von Disziplinen nutzt – hat davon besonders profitiert. Seit der Prägung des Begriffs „IT“ 2005 wurden zahlreiche Fallstudien zu vielen Taxa veröffentlicht, die sich unter anderem hinsichtlich Fortpflanzungsstrategie, Lebensgeschichte und Ökologie unterscheiden und die eine Feinabstimmung methodischer Details der IT ermöglicht haben. Hier heben wir einige Prinzipien der IT anhand von Beispielen zu Pflanzen und Tieren hervor: (a) Die Datenanalyse sollte ohne vorgefasste Hypothesen erfolgen, und Hypothesen sollten sich aus den Daten ergeben. (b) Die Verwendung desselben Individuums in jeder Disziplin und die getrennte Analyse der Daten aus den einzelnen Disziplinen sind wichtig, um etwaige Unstimmigkeiten zwischen den Disziplinen aufzudecken. (c) Die Auflösung solcher Unstimmigkeiten durch evolutive Erklärungen ist ein starker Katalysator für die Evolutionsbiologie. (d) Bei der Verwendung von Organellen-DNA ist es erforderlich, sich sowohl der Chancen für die Evolutionsbiologie als auch potentieller Probleme für die Taxonomie bewusst zu sein. (e) Die Validierung einer Hypothese zur Artabgrenzung anhand von Daten aus einer unabhängigen Disziplin ist wünschenswert. (f) Die Morphologie ist wichtig, um neue Erkenntnisse mit bestehenden Daten zu verknüpfen. (h) Erst durch die Veröffentlichung etwaiger nomenklatorischer Konsequenzen erlangen die Ergebnisse der IT langfristigen Wert. Abschließend erörtern wir die Perspektiven der IT: Wird die IT für jede Artabgrenzung wünschenswert sein? Werden genomische Daten alle Rätsel lösen? Wird die automatisierte Artabgrenzung, auch mit Hilfe künstlicher Intelligenz, einen großen Sprung nach vorne ermöglichen? Was wird den Fortschritt in der IT einschränken – Finanzierung, Technologie, Ausbildung, Beschäftigungsfähigkeit von IT-Fachleuten und/oder Feldforschung?

We are processing your request… Just a few seconds — thanks for your patience… Almost done — preparing everything for you… Huuuh… this seems to be a difficult thing 🤔 I’m not sure if I can manage this right now… Please refresh the page — I think something went wrong.
If this happens again, please get in touch with us.