Epiphytische Moosdiversität in temperaten Wäldern in Abhängigkeit von forstlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen und mikroklimatischen Bedingungen
(2) Wrocław University of Environmental and Life Sciences, Department of Plant Biology, Institute of Biology, Kożuchowska 7A, 51 631 Wrocław, Poland
Abstract
Moose sind eine wichtige Artengruppe im Ökosystem Wald. Durch ihre Wasserspeicherfähigkeit beeinflussen sie das Mikroklima eines Waldes und stellen für zahlreiche Kleinlebewesen und Mikroorganismen einen wichtigen Lebensraum dar. Die epiphytische Moosdiversität in Wäldern variiert stark in Abhängigkeit von der Waldstruktur, u.A. durch die Baumartenzusammensetzung, den Durchmesser, das Bestandesalter, die Habitatkontinuität und durch das vorherrschende Mikroklima. Dadurch hat die Art der Waldbewirtschaftungsform einen starken Effekt auf die Zusammensetzung der epiphytisch wachsenden Moose. Intensive Bewirtschaftungsformen wie Kahlschläge können einen starken „bottleneck“ Effekt für die Moosdiversität darstellen, und zum lokalen Verschwinden einzelner Arten führen. Im Projekt BryoDive (BMLRT/III-2025-M10/25 (FAI.127)) wird untersucht, wie sich die epiphytische Moosdiversität von Wäldern in Abhängigkeit von der Waldbewirtschaftungsform (Altersklassenwald, naturnah bewirtschafteter Wald, Naturwaldreservat), und dem dort vorherrschenden Mikroklima, unterscheidet.
Wichtige Faktoren, die das Vorkommen und die Abundanz von epiphytischen Moosarten bestimmen, sind Umweltparameter wie die Lichtverhältnisse, die Wasserverfügbarkeit, die Temperatur, der pH-Wert und die Struktur der Rinde des Baumes. Die Artgemeinschaften der epiphytisch wachsenden Moose unterscheiden sich maßgeblich von Baumart zu Baumart. Obwohl sich die Bedingungen in den Baumkronen deutlich von jenen unterhalb der Baumkrone am Stamm unterscheiden, ist jedoch die Artenzusammensetzung der Moosarten in Baumkronen aufgrund ihrer schwierigen Zugänglichkeit noch wenig erforscht. Im Projekt BryoDive wird daher ein besonderer Fokus auf die Variation der epiphytischen Artengemeinschaften und dessen funktionelle Gruppen entlang des vertikalen Gradienten eines Baumes gelegt. Hierbei werden die unterschiedlichen Höhenschichten von der Stammbasis über den mittleren Stammbereich bis zur Baumkrone untersucht und die Baumarten Fichte, Tanne und Buche miteinander verglichen.
If this happens again, please get in touch with us.