Von der Konsultation zur Co-Creation: Multi-Stakeholder-Engagement für eine trilaterale Biosphärenregion

Abstract ID: 3.64
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Wiegele, E. (1)
(1) CU - Carinthia University of Applied Sciences | Hochschule Kärnten, Europastraße 4, 9524 Villach, Austria
How to cite: Wiegele, E.: Von der Konsultation zur Co-Creation: Multi-Stakeholder-Engagement für eine trilaterale Biosphärenregion, #TDB27-3.64
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Keywords: Participatory governance, Multi-Stakeholder engagement, Environmental education, Transboundary protected areas, Trilateral Biosphere Reserve
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Die Bewahrung der biologischen Vielfalt in grenzüberschreitenden Schutzgebieten erfordert nicht nur belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch Governance-Ansätze, die unterschiedliche Wissensbestände, Interessen und Verantwortlichkeiten zusammenführen. Das Interreg-Projekt „ENTURE-CE – Enhancing Environmental Education and Sustainable Tourism for Natural Areas Resilience in Central Europe“ untersucht, wie ein solcher Multi-Stakeholder-Ansatz praktisch umgesetzt werden kann. Im Zentrum steht die Entwicklung und Erprobung eines „Trilateral Biosphere Reserve (TBR) Model“ für die miteinander verbundenen Schutzgebieten in Österreich, Italien und Slowenien.

ENTURE-CE versteht Stakeholder-Engagement dabei nicht als nachgelagerte Kommunikation, sondern als integralen Bestandteil der Entwicklung von Governance- und Managementansätzen. In transnationalen Co-Design-Prozessen werden Schutzgebietsverwaltungen, regionale und nationale Behörden, lokale Gemeinschaften, NGOs, Bildungsakteure, Tourismusunternehmen und weitere Akteure zusammengebracht, um gemeinsame Strategien, Kommunikationsansätze und Lösungen zu entwickeln.

Ein zentraler Schritt ist die Übersetzung dieser partizipativen Prozesse in ein gemeinsames „Governance- und Kommunikationsframework für Transboundary Biosphere Reserves“. Die entwickelten Leitlinien und operativen Verfahren werden anschließend in einem trilateralen Pilotgebiet praktisch getestet. Dadurch wird nicht nur die Umsetzbarkeit des Ansatzes überprüft; vielmehr entsteht ein Lernprozess zwischen Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Gesellschaft, in dem bestehende Wissens- und Governance-Modelle gemeinsam weiterentwickelt werden.

ENTURE-CE zeigt anhand eines konkreten grenzüberschreitenden Anwendungsfalls, wie Multi-Stakeholder-Engagement von der gemeinsamen Problemwahrnehmung über Co-Design bis zur praktischen Erprobung von Governance-Lösungen reichen kann. Damit liefert das Projekt einen praxisorientierten Beitrag zur Diskussion über inklusive, partizipative und evidenzbasierte Biodiversitätspolitik – und darüber, wie Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft gemeinsam an tragfähigen Lösungen für den Schutz biologischer Vielfalt arbeiten können.

ENTURE-CE – Enhancing Environmental Education and Sustainable Tourism for Natural Areas Resilience in Central Europe – is co-funded by the European Union through the Interreg Central Europe Programme.

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