Eindrücke der CBD COP17 – Global Strategy for Fungal Conservation
Abstract
Auch Pilze sollen künftig im Artenschutz berücksichtigt werden. Die 17. Vertragsstaatenkonferenz (Conference of Parties, COP) zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) fand im Oktober 2026 in Yerewan statt. Diese Konvention wurde im Jahr 1992 von 150 Regierungen in aller Welt unterzeichnet und verfolgt drei Hauptziele: den Erhalt der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung der Biodiversität, sowie eine faire und gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen. Im Rahmen der COP17 wurde erstmals eine explizit für den Schutz von Pilzen ausgearbeitete Strategie vorgestellt. Denn Pilze werden sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in politischen Regelwerken zum Biodiversitätsschutz bisher weitgehend ignoriert. Dabei haben sie eine Schlüsselrolle für das Leben auf unserem Planeten und sind, genauso wie Tiere und Pflanzen, akuten Gefährdungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es Pilzen Raum auf der internationalen Bühne zu geben und sie in transnationalen Übereinkommen sowie lokalen Gesetzen zu verankern. Der Beitrag soll first-hand Eindrücke der Bestrebungen der multilateralen Abkommensfindung der Biodiversitäts-COP geben und die Arbeit des Global Fungal Conservation Networks (GFCN) zeigen.
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