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FS 27.120

Schutzgebiete als Frühwarnsysteme

Session status: Accepted
Content last updated: 2026-06-10 09:31:42
Online available since: 2026-06-01 20:29:44

Details

  • Full Title

    Schutzgebiete als Frühwarnsysteme: Die Rolle von Nationalparks, Naturparks und Reservaten als ökologische „Living Labs“
  • Scheduled

    TBA
    TBA
  • Chair

    Leitinger, Georg
  • Co-chair(s)

    Tello García, Elena; Rossi, Christian; Sonntag, Hermann; and Rüdisser, Johannes
  • Thematic Focus

    Forschung
  • Keywords

    Schutzgebietsforschung, Living Labs & Observatorien, Long-term ecological research, Biodiversitäts-Monitoring

Abstract/Description

The content was (partly) adapted by AI

Angesichts des fortschreitenden globalen Wandels wird die Identifikation von Mustern und Treibern des Biodiversitätsverlusts immer dringlicher. Um diese Dynamiken zu verstehen, benötigen wir Referenzräume, in denen direkte menschliche Aktivitäten minimiert oder gänzlich ausgeschlossen sind. Großflächige Schutzgebiete – von Nationalparks und Naturparks über Biosphärenreservate bis hin zu strengen Naturwaldreservaten – bieten durch ihren rechtlichen Status genau diese einzigartigen Voraussetzungen. Sie dienen zunehmend als ökologische Observatorien und Freiluftlabore („Living Labs“), in denen natürliche Prozesse mit minimalem anthropogenem Einfluss erforscht werden können.

Diese Session widmet sich der zentralen Frage, inwieweit das gesamte Netzwerk an Schutzgebieten als biologisches Frühwarnsystem für die Biosphäre fungieren kann. Wenn sich Artengemeinschaften, Phänologien oder Ökosystemfunktionen selbst in diesen weitgehend unberührten Refugien drastisch verändern, ist dies ein unmissverständlicher Seismograph für großflächige, diffuse Umweltveränderungen wie den Klimawandel oder weiträumige Stoffeinträge.

Wir laden Beiträge (Vorträge und Poster) ein, die sich mit der Biodiversitätsforschung und dem Langzeitmonitoring in unterschiedlichsten Schutzgebietstypen befassen. Willkommen sind sowohl methodische Ansätze als auch empirische Fallbeispiele, die sich unter anderem folgenden Fragen widmen:

  • Wie können standardisierte Monitoring-Daten aus Schutzgebieten als Frühwarnindikatoren für die Kulturlandschaft genutzt werden?
  • Wo liegen die Grenzen der Repräsentativität angesichts von Isolation und Fragmentierung?
  • In welchem Maße sind auch vermeintlich unberührte Schutzgebiete bereits durch indirekte menschliche Einflüsse oder Tourismus überprägt?

Ziel der Session ist es, das transformative Potenzial von Schutzgebieten zu diskutieren – weg von rein statischen Rückzugsorten, hin zu einem aktiven, vernetzten Frühwarnnetzwerk für die Biodiversität von morgen.

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