Private

FS 27.103

Almwirtschaft und Biodiversität

Session status: Accepted
Content last updated: 2026-05-21 15:22:10
Online available since: 2026-05-20 17:55:17

Details

  • Full Title

    Nutzungseffekte auf alpine Ökosysteme: Referenzalmen im Großen Walsertal als Modell für nachhaltigen Biodiversitätsschutz
  • Scheduled

    TBA
    TBA
  • Chair

    Egger, Gregory
  • Co-chair(s)

    No co-chair(s) nominated
  • Thematic Focus

    alpine Lebensräume, Landschaft, Landwirtschaft
  • Keywords

    Almwirtschaft, Nutzungsextensivierung, Alpine Kulturlandschaft

Abstract/Description

The content was (partly) adapted by AI

Am Beispiel von drei Referenzalmen im Biosphärenpark Großes Walsertal (Vorarlberg) wird untersucht, wie sich veränderte almwirtschaftliche Nutzungsintensitäten auf die Biodiversität und das Landschaftsbild sensibler Gebirgsräume auswirken. Der Vergleich der intensiv genutzten Alpe Steris, der extensiveren Jungviehalmen Gaden und Matona sowie der seit den 1960er Jahren unbewirtschafteten Alpe Wang liefert Antworten auf folgende Kernfragen:

  • Menschliche Nutzung prägt Biodiversität: Die Ergebnisse zeigen, dass der Mensch hier als Landschaftsgestalter eine zentrale Verantwortung trägt. Eine Extensivierung oder vollständige Aufgabe der Bewirtschaftung führt keineswegs automatisch zu höherer Vielfalt, sondern zu einem Rückgang offener Weideflächen und einer Vereinheitlichung der Vegetation. Während auf der intensiv genutzten Alpe Steris 14 Vegetationstypen (darunter artenreiche Bürstlingrasen) existieren, sinkt diese Zahl auf den extensiveren Alpen auf acht bis neun und auf der ungenutzten Alpe Wang auf nur noch drei Typen.
  • Ökosystemleistungen und Resilienz: Besonders in der subalpinen Stufe führt Nutzungsaufgabe rasch zu Verbrachung, Verbuschung und Verhochstaudung. Dies mindert die Struktur- und Habitatvielfalt, wodurch wertvolle Mikrohabitate für spezialisierte Artengemeinschaften verloren gehen. Eine standortsangepasste Nutzung erweist sich somit als essenziell, um die Resilienz des Ökosystems und seine Leistungen für den Menschen langfristig zu sichern.
  • Tourismus und Wirtschaftsfaktor: Mit dem Verlust der historisch gewachsenen offenen Kulturlandschaft verändert sich auch das Landschaftsbild. Die Verbuschung mindert den ästhetischen, touristischen und kulturellen Wert des Gebirgsraums. Um den Tourismus als zukunftsfähigen Wirtschaftsfaktor zu erhalten, muss er die aktive Pflege und Bewirtschaftung dieser Räume unterstützen.

Die Studie verdeutlicht die enge Wechselwirkung zwischen menschlichem Handeln und dem Schutz sensibler Gebirgsräume. Für die gesellschaftliche Transformation und eine erfolgreiche Renaturierung liefert die Arbeit ein klares Plädoyer: Nachhaltiger Biodiversitätsschutz im alpinen Raum gelingt nicht durch Nutzungsverzicht, sondern durch differenzierte, standortsangepasste Bewirtschaftungskonzepte, die ökologische Vielfalt und regionale Zukunftsfähigkeit gleichermaßen sichern.

Registered Abstracts

Submitted Abstracts

Abstracts are only visible to (co-)chairs at the moment. Please log in with your account to see this list.

We are processing your request… Just a few seconds — thanks for your patience… Almost done — preparing everything for you… Huuuh… this seems to be a difficult thing 🤔 I’m not sure if I can manage this right now… Please refresh the page — I think something went wrong.
If this happens again, please get in touch with us.