Rechte und Gerechtigkeit für die Natur – eine Analyse des Wiener Feldhamster-Urteil

Abstract ID: 3.165
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Aarden, E. (1)
Sepehr, P. (2)
(1) University of Klagenfurt
(2) Swiss Federal Research Institute WSL
How to cite: Aarden, E.; Sepehr, P.: Rechte und Gerechtigkeit für die Natur – eine Analyse des Wiener Feldhamster-Urteil, #TDB27-3.165
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Keywords: Naturschutzrecht, EU Habitatrichtlinie, Feldhamster, Rechte der Natur, Multispezies Gerechtigkeit
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Keywords: Naturschutzrecht, EU Habitatrichtlinie, Feldhamster, Rechte der Natur, Multispezies Gerechtigkeit
Abstract
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In den Rechts- und Sozialwissenschaften wird zunehmend über die Möglichkeit, rechtliche Kategorien und Logiken and die Herausforderungen der gegenwärtigen Umweltkrisen anzupassen, diskutiert. Diesbezüglich ist eine zentrale Frage, ob bestehende Konzepte des Rechts ausreichend für einen gerechten Umgang mit u.a. Klimawandel und Biodiversitätsverlust sind. Während in diesem Zusammenhang bestehende Rechtsformen in z.B. Naturschutzrecht hinterfragt werden, findet gleichzeitig eine Weiterentwicklung im Rahmen vom Diskurs zu Rechte der Natur und Gerechtigkeit für nicht-Menschen statt.

 

In diesem Beitrag setzen wir uns anhand eines konkreten Beispiels mit der Frage auseinander, ob und wie bestehende rechtliche Bestimmungen mit solchen Innovationen im Recht und Gerechtigkeitstheorie vereinbar sind. Dazu analysieren wir die rechtliche Argumentation in den Verhandlungen zur vermeintlichen Zerstörung von Hamsterbauen in Wien am Verwaltungsgerichtshof und Europäischen Gerichtshof zwischen 2018 und 2022. Wir gehen dabei die Frage nach inwiefern in diesem Fall Interpretationen des Naturschutzrecht und der Ökologie einer bedrohten Tierart mit Innovationen in der Rechtstheorie vereinbar sind. Unsere zentrale Frage dabei ist, ob die Argumentationslogik in diesem Fall, eigenständige Rechte der Natur berücksichtigt. Unsere Analyse zeigt so auf, inwiefern bestehendes Naturschutzrecht nicht-menschliche Natur als Rechtssubjekt anerkannt bzw. anerkennen kann.

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