Pilze in den Köpfen von Studierenden
(2) Yerevan State University, Chair of Botany and Mycology/Research Institute of Biology, 1 Alex Manoogian, Yerevan, Armenien
Abstract
Wie sehen Studierende die Rolle der Pilze? Kann Hochschulbildung die Wahrnehmung von Pilzen entscheidend verändern? Pilze spielen derzeit im Naturschutz eine untergeordnete Rolle. Die selektive Bevorzugung bestimmter Lebewesen zeigt sich sowohl im allgemeinen öffentlichen Bewusstsein als auch in der Forschung. Als eine der dafür verantwortlichen Ursachen wird das Bildungssystem identifiziert, einschließlich der Hochschulbildung. In aktuellen Bachelor-Curricula der Biologie sind Pilze im Vergleich zu Pflanzen und Tieren deutlich unterrepräsentiert. Folglich leidet auch die Mykologie unter schwindender taxonomischer Expertise. Mittels eines Fragebogens wurden Bachelorstudierende der Staatlichen Universität Yerevan (Armenien) sowie der Universität Wien (Österreich) zu ihrer persönlichen Sicht auf die Rolle von Pilzen befragt. Die kulturvergleichende Umfrage soll den kulturellen Wert von Pilzen sowie ihrer Gewichtung im Bachelor-Studiengang herausarbeiten. Der internationale Vergleich zwischen Armenien und Österreich beleuchtet dabei auch historisch und wirtschaftlich bedingte Unterschiede der universitären Bildung. Die Ergebnisse zeigen, welche Bedeutung den Pilzen an dieser Schnittstelle sowie im Lebensalltag von Biologiestudierenden beigemessen wird.
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