Integration von (e)DNA Metabarcoding in Langzeitmonitoring von Fluginsekten an eLTER Standorten in Österreich entlang eines Höhengradienten
(2) Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
(3) Biologische Station Neusiedler See
(4) AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
(5) Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften
(6) BFW - Bundesforschungszentrum für Wald
(7) Nationalpark Gesäuse
(8) Universität Innsbruck
(9) BOKU - Universität für Bodenkultur Wien
(10) GeoSphere Austria
(11) WasserCluster Lunz Biologische Station GmbH
Abstract
Die Bewältigung komplexer und miteinander verflochtener ökologischer Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und sozioökologische Veränderungen erfordert einen kooperativen, transdisziplinären und datengestützten Ansatz. Als Antwort darauf verfolgt die eLTER RI (Integrated European Long-Term Ecosystem, critical zone and socio-ecological Research) einen ganzheitlichen Systemansatz auf kontinentaler Ebene. Ein zentraler Bestandteil davon sind die eLTER Standard Observations, in denen die Datenerhebung für 63 Variablen in fünf Ökosphären (Geosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre, Soziosphäre und Atmosphäre) standardisiert wird. Ein Teil der Standard Observations in der Biosphäre basiert auf neuen Technologien wie (e)DNA Metabarcoding und fokussiert dabei auf schlecht erforschte taxonomische Gruppen wie Bodenbiota und Fluginsekten. Im österreichischen eLTER-Standortnetzwerk werden diese neuen Protokolle seit 2025 in einem Pilotprojekt auf zehn Standorten umgesetzt. Eine Besonderheit ist hierbei die Abdeckung eines Höhengradienten von 117 m (Biologische Station Neusiedler See) bis 3100 m (Sonnblick Observatory). Am Beispiel Fluginsekten zeigen wir, wie diese Daten zum Monitoring von ökologischen Veränderungen und Dynamiken entlang des Höhengradienten beitragen können. Zudem werden Potenziale im Zusammenhang mit Datenbeiträgen zu den Zielen der nationalen Biodiversitätsstrategie 2030+, z.B. dem Monitoring der Ausbreitung invasiver Arten oder dem Monitoring von Bestäubervielfalt, aufgezeigt.
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