Brücken bauen zwischen Renaturierung und Landnutzung: Anwendung der Theory of Change.

Abstract ID: 3.89
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Politor, H. (1)
Leutgeb, C. (1); Kirchweger, S. (1); Razumovsky, N. (2); Westerhof, J. (2); and Klösch, M. (3)
(1) Studienzentrum für Internationale Analysen (STUDIA Schlierbach), Panoramaweg 1, 4553 Schlierbach, Upper Austria, AT
(2) WWF Österreich, Leopold-Moses-Gasse 4/2/40A A-1020 Wien
(3) Universität für Bodenkultur Wien, Gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien
How to cite: Politor, H.; Leutgeb, C.; Kirchweger, S.; Razumovsky, N.; Westerhof, J.; and Klösch, M.: Brücken bauen zwischen Renaturierung und Landnutzung: Anwendung der Theory of Change., #TDB27-3.89
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Keywords: Theory of Change, Uferbrütende Vogelarten, Renaturierung und Landnutzung
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Keywords: Theory of Change, Uferbrütende Vogelarten, Renaturierung und Landnutzung
Abstract
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In Steilufern brütende Vogelarten wie die Uferschwalbe oder der Bienenfresser sind gute Indikatoren für den morphologischen Zustand eines Gewässers. Gleichzeitig ist ihre Anwesenheit auch ein Gradmesser für den ökologischen Zustand des oft landwirtschaftlich bewirtschafteten Umlands, da sie von Insekten als Nahrungsquelle abhängig sind. Durch die starke Begradigung und Verbauung der Fließgewässer sowie durch Sedimentrückhalt hinter Querbauwerken kommen sie in den Alpen und in deren Vorländern nur mehr äußerst vereinzelt vor und sind stark angewiesen auf ‚Sekundärlebensräume‘ wie Schottergruben. Die Intensivierung der Landwirtschaft führt zusätzlich zu einem Rückgang der Nahrungsquellen für diese Vogelarten. Erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen funktionieren nur dann, wenn einerseits die natürliche Ufererosion wiederhergestellt werden und andererseits das landwirtschaftlich genutzte Umland ausreichend Nahrung zur Verfügung stellen kann. Dazu ist eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit der Akteure im Umfeld dieser Flussökosysteme eine wichtige Voraussetzung, um Habitate für Steiluferbrüter zur Verfügung zu stellen. Am Beispiel einer Case-Study in der Region March-Thaya-Auen wird ein transdisziplinärer Forschungsprozess dargestellt, der eine solche Netzwerkbildung zum Ziel hat. Dazu werden die relevanten Akteure von Anfang an in die Wissensproduktion und Renaturierungsplanung eingebunden und die Theory of Change (ToC) als partizipative Leitmethode eingesetzt. Im partizipativen ToC-Prozess wird die Wirkungslogik der Projektmaßnahmen und -ergebnisse gemeinsam erarbeitet und dargestellt. Gleichzeitig dient sie während des Projektes als Steuerungsinstrument sowie zu Projektende der Evaluierung. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Definition von Prioritätsflächen, Hochwasserschutz und Managementmaßnahmen sowie die Wissensvermittlung über aktuelle Renaturierungs- und Naturschutzmaßnahmen an der March im Rahmen des Projektes bewirkt werden können, während andere Ergebnisse, sowie langfristige Wirkungen – wie die Umsetzung biodiversitätsfreundlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen und die dauerhafte Renaturierung – nur im Einfluss- und Interessensbereich stehen. Dadurch soll ein gemeinsames Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und eine erfolgreiche Netzwerkbildung erreicht werden, um in weiterer Folge die gelingende Kooperation der bei der Umsetzung ausschlaggebenden Akteure aus Naturschutz, Wasserbau und Landwirtschaft herzustellen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Earth System Sciences Förderprogramms der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziert.

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