BoTierFreund – Nachhaltig an Trockenheit angepasste Ackerbaustrategien für ein biodiverses Bodenleben und eine gute Bodenqualität.
Abstract
Mit zunehmenden Trockenphasen und Starkregenereignissen verändert der Klimawandel die Standortbedingungen für die landwirtschaftlich genutzten Böden und stellt somit neue Anforderungen an deren Bewirtschaftungsweise. Ein funktionierendes Bodenökosystem, mit einer hohen Biodiversität und Bodenqualität können wesentlich zur Stabilität zentraler Bodenfunktionen beitragen. Das Projekt „BoTierFreund“ untersucht daher den Einfluss unterschiedlicher Ackerbaumaßnahmen auf Bodenfauna und Bodenqualität mit dem Ziel, bodentierfreundliche und an den Klimawandel angepasste Bewirtschaftungskonzepte mithilfe der Bewirtschaftenden zu identifizieren.
Auf 42 Praxisäckern in Unter-, Mittel- und Oberfranken (Bayern), die sowohl konventionell als auch ökologisch bewirtschaftete Betriebe umfassen, werden Bewirtschaftungsmaßnahmen, darunter Fruchtfolgegestaltung, Bodenbearbeitung und Düngung erfasst. Parallel erfolgt eine umfassende Datenerhebung der Bodenbedingungen dieser Ackerflächen. Als praxisnahe Indikatoren werden hierzu die Abundanz, Biomasse und Artenvielfalt der Regenwürmer bestimmt sowie weitere Bodenorganismen mittels eDNA-Analysen. Ergänzend werden bodenchemische Parameter, wie Kohlenstoff- und Stickstoff-Gehalte und bodenphysikalische Eigenschaften wie Bodenstruktur und Infiltrationsrate untersucht.
Durch die Verknüpfung der biologischen, chemischen und physikalischen Bodenparameter mit den Bewirtschaftungsdaten sollen Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Bodenfauna und Bodenfunktionen identifiziert werden. Aus diesen Zusammenhängen ist es das Ziel, praxisorientierte Ansätze für eine nachhaltige und klimaangepasste Bewirtschaftung abzuleiten und somit ein biodiverses Bodenleben und eine hohe Bodenqualität zu erhalten und zu fördern.
Die Untersuchung befindet sich derzeit in der Datenerhebungs- und Auswertungsphase – erste Praxisflächen wurden bereits vollständig erfasst.
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