Biodiversität zwischen Wissen, Werten und landwirtschaftlicher Praxis

Abstract ID: 3.130
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Momen, M. (1)
Mittmannsgruber-Blas, M. (2); Zaller, J. (2); Jiricka-Pürrer, A. (3); Menke, E. (3); Formayer, H. (4); and Altenbuchner, C. (1)
(1) BOKU University, Institut für Entwicklungsforschung
(2) BOKU University, Institut für Zoologie
(3) BOKU University, Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung
(4) BOKU University, Institut für Meteorologie und Klimatologie
How to cite: Momen, M.; Mittmannsgruber-Blas, M.; Zaller, J.; Jiricka-Pürrer, A.; Menke, E.; Formayer, H.; and Altenbuchner, C.: Biodiversität zwischen Wissen, Werten und landwirtschaftlicher Praxis, #TDB27-3.130
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Keywords: Bodenbiodiversität, Landwirtschaft, Ökosystemleistungen, Werte, Transformation
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Abstract
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Bodenbiodiversität ist eine zentrale Grundlage resilienter Agrarökosysteme, wird in landwirtschaftlichen Entscheidungsprozessen jedoch häufig indirekt über Bodenqualität, Ertragsstabilität, Wasserspeicherung oder Beobachtungen im Betrieb verhandelt. Im Rahmen des Projekts SoilBioClimPol werden Ergebnisse einer Befragung von Bewirtschafter:innen vorgestellt, die Einstellungen, Erfahrungen und Managemententscheidungen an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Biodiversität und Klimawandel erfasst. Der Fragebogen umfasst unter anderem die Themen Boden, Biodiversität, Umgang mit möglichen Biodiversitätsänderungen, Bodenbiodiversität, kulturellen Ökosystemleistungen und Zusammenleben und soziale Netzwerke.

Im Beitrag wird gezeigt, wie Landwirt:innen die Qualität der beprobten Fläche einschätzen, welche Bedeutung sie Biodiversität im Boden für landwirtschaftliche Produktivität zuschreiben und in welchem Ausmaß sie Informationen zur Bodenqualität für Bewirtschaftungsentscheidungen nutzen. Ergänzend werden Einschätzungen zu Ökosystemleistungen wie Bodenqualität, natürlichen Lebensräumen, genetischer Vielfalt, Bestäubung, natürlicher Schädlingsregulation sowie kulturellen Leistungen der Kulturlandschaft betrachtet.

Analytisch knüpft der Beitrag an die Hypothese an, dass höhere Selbstwirksamkeit und Klimawissen positiv mit der Umsetzung boden- und biodiversitätsfördernder Maßnahmen verbunden sind und damit mit höheren SOC- und Biodiversitätswerten einhergehen können. Darüber hinaus wird diskutiert, ob persönliche Werte und Mensch-Natur-Beziehungen mit naturverträglicheren Managementpfaden verknüpft sind. Die Ergebnisse geben Einblick in die sozialen Voraussetzungen für biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung und zeigen Ansatzpunkte für Beratung, Politik und Praxis auf und welche Rolle Netzwerke von Landwirt:innen spielen.

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