Chancen und Herausforderungen kollaborativer Agrarumweltmaßnahmen für Biodiversität und landwirtschaftliche Produktion
(2) Department für Botanik und Biodiversitätsforschung, Rennweg 14, 1030 Wien
(3) BAB Project, Dietrichgasse 27, 1030 Wien
Abstract
Dauergrünland ist die Grundlage landwirtschaftlicher Produktion im Alpenraum und gleichzeitig Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten. Dennoch sind ökologisch wertvolle Flächen in vielen Teilen Europas bedroht. Um Verschlechterung aufzuhalten oder umzukehren, sind Schutzmaßnahmen erforderlich, die vorwiegend mit Agrarumweltmaßnahmen durchgesetzt werden.
Das Biodiversa+ Projekt GreeNet (Grassland conservation across European landscapes protecting biodiversity and ecosystem services with ecological networks) analysiert in mehreren europäischen Fallstudien das Zusammenspiel von Schutzmaßnahmen zwischen Feldern, landwirtschaftlichen Betrieben und der Landschaft. Im Vortrag werden Ergebnisse der österreichischen Fallstudie „Seewinkel“ präsentiert. Es kommen ein bio-ökonomisches Betriebsmodell und Biodiversitätsindikatoren und -modelle zum Einsatz, um die ökonomischen und ökologischen Wirkungen und sowie die Akzeptanz gezielter biodiversitätsfördernder Landnutzungen auf landwirtschaftlichen Betrieben zu analysieren. Die Entwicklung und Analyse innovativer Agrarumweltmaßnahmen, darunter kollaborative Maßnahmen auf Landschaftsebene, zeigen Potenziale, Synergien und negative Wechselwirkungen für den Naturschutz und die landwirtschaftliche Produktion.
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