Auf der Spur der Bilche: Evaluierung ausgewählter Methoden zur Erfassung heimischer Bilcharten

Abstract ID: 3.184
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Schattanek-Wiesmair, P. (1)
Löb, C. (1); Auer, W. (1); Baumgartner, V. (2); and Werner, N. (2)
(1) Tiroler Landesmuseen, Krajnc-Straße 1, 6060 Hall
(2) Österreichische Bundesforste, Lendgasse 10a, 6060 Hall in Tirol
How to cite: Schattanek-Wiesmair, P.; Löb, C.; Auer, W.; Baumgartner, V.; and Werner, N.: Auf der Spur der Bilche: Evaluierung ausgewählter Methoden zur Erfassung heimischer Bilcharten, #TDB27-3.184
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Keywords: Bilche, Monitoring, Citizen Science, Tirol, Erhebungsmethoden
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Abstract
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Die vier in Tirol vorkommenden Bilcharten – Siebenschläfer (Glis glis), Haselmaus (Muscardinus avellanarius), Gartenschläfer (Eliomys quercinus) und Baumschläfer (Dryomys nitedula) – sind aufgrund ihrer nächtlichen Aktivität und verborgenen Lebensweise nur schwer zu erfassen. Tirol nimmt eine besondere biogeografische Stellung ein, da auf der Landesfläche alle vier mitteleuropäischen Arten vorkommen. Allerdings sind die verfügbaren Daten zu deren aktueller Verbreitung und Bestandssituation lückenhaft. Besonders für den seltenen Baumschläfer und den europaweit rückläufigen Gartenschläfer sind stichhaltige Nachweise gering. Auch für die bekannteren Arten Siebenschläfer und Haselmaus hielten sich die verfügbaren Daten vor dem Start des Projekts in Grenzen.

Im Rahmen des seit 2025 laufenden Forschungsprojekts der Tiroler Landesmuseen in Kooperation mit der Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol und den Österreichischen Bundesforsten werden daher verschiedene Methoden zur Erfassung von Bilchen untersucht und hinsichtlich ihrer Eignung für ein Monitoring verglichen. In vier ausgewählten Untersuchungsgebieten kommen Nistkästen, Wildkameras, bioakustische Aufnahmen und Spurentunnel zum Einsatz. Dabei werden Nachweisraten und Praxistauglichkeit der unterschiedlichen Methoden vergleichen, mit dem Ziel das Erhebungsdesign für zukünftige Bilchuntersuchungen weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Ergänzend werden Daten aus dem seit Frühjahr 2025 laufenden Citizen-Science-Projekt „Entdecke die Bilche Tirols“ berücksichtigt. Bereits an die 50 Meldungen mit Fotobelegen konnten den vier Arten zugeordnet werden und liefern zusätzliche Informationen zur Verbreitung. Die Kombination standardisierter wissenschaftlicher Erhebungen mit zufälligen Beobachtungsdaten aus der Bevölkerung ermöglicht es, unterschiedliche Datenquellen zusammenzuführen und die räumliche Datenlage zu verbessern.

Die 2026 und 2027 durchgeführten Felderhebungen sollen zeigen, welche Methoden sich für die Erfassung der einzelnen Bilcharten besonders eignen. Ergänzt werden diese durch Meldungen von Citizen Scientists. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für zukünftige Erhebungen von Bilchen und deren Schutz in Tirol schaffen und damit einen Beitrag zur Erfassung der bislang wenig untersuchten nächtlichen Biodiversität leisten.

Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol, Österreichische Bundesforste, Citizen Scientists

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