Ernährung und Biodiversität – Der Einfluss von (klimafreundlichen) Ernährungsweisen auf Biodiversität unter Berücksichtigung von Spill-Over-Effekten österreichischer Produkte auf Tropenregionen
(2) Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit (BOKU Wien), Peter-Jordan-Straße 76/I ,A-1190 Wien
Abstract
Themenstellung
Weltweit sind Ernährungssysteme für 80% der Entwaldung verantwortlich und stellen die größte Einzelursache für den Verlust der terrestrischen Biodiversität dar. Darüber hinaus übt das weltweite Ernährungssystem den größten Druck auf die planetaren Grenzen des Planeten aus – auch in Österreich ist durch die gegenwärtige Ernährungsweise diesbezüglich ein großer Impact, auch auf den Klimawandel gegeben. Der Gesamtfleischkonsum hat sich in den letzten 60 Jahren verfünffacht und der Verbrauch pro Person fast verdoppelt. In Österreich wird um das Fünffache zu viel Fleisch gegessen und hat damit einen massiven Impact auf Klimawandel, Gesundheit, Landnutzung, Biodiversitätsverlust, vor allem in tropischen Regionen wie Brasilien durch den Import von großteils GMO-Sojafuttermittel für die heimische Fleischproduktion.
Methode
Die Erstellung des Experten-/Fachpapiers wurde mit folgenden Methoden und Arbeitsschritten (AS) ausgeführt:
- Literaturreview
- Internetrecherche
- Datenauswertung
- Literaturrecherche und -auswertung
- Ergebnisse aus Literaturrecherche und -auswertung werden punktuell im diskursiven Austausch mit Auftraggeber*innen diskutiert
AS 1: Kick Off Meeting und genauere Besprechung der Inhalte
AS 2: Recherche in Literatur und Datenbanken
AS 3: Verfassen des Expertenpapiers/Fachpapiers (erfolgt vom Autorenteam mit ersten Diskussionsschleife mit Auftraggeber*innen)
AS 4: Erstes Stakeholder-Meeting mit Stadt Wien/Diskussion der Handlungsempfehlungen
AS 5: Expertenpapier/Fachpapier wird bei Fach-Enquete „Biodiversität und Lebensmittelsysteme“ der Stadt Wien (Abteilung Umweltschutz und Wien isst G.U.T.) am 22.10.2025 präsentiert
AS 6: Liste von Vorschlägen für geeignete Handlungsempfehlungen aus Fach-Enquete wird eingearbeitet, zweite Diskussionsschleife, Abschluss des Projektes und Dissemination
Ergebnisse
Umfassende Maßnahmen – Österreich sowie Großstädte wie Wien betreffend – in Richtung nachhaltigere, biologische Landwirtschaft und pflanzenbetontere Ernährung können die Landnutzung und die Nahrungsmittelproduktion wieder in einen sicheren Handlungsspielraums zurückbringen. Eine Reform unseres Ernährungssystems ist dringend erforderlich und essentiell, da sich ansonsten der Verlust der biologischen Vielfalt weiter beschleunigen wird sowie die Pariser Klimaziele de facto nicht erreicht werden können. Durch die damit verbundene weitere Zerstörung von Ökosystemen und Lebensräumen wird die Fähigkeit gefährdet, die menschliche Bevölkerung zu ernähren.
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