#FieldResearchLab – ein weltweit einzigartiges Feldlabor für Forschung, Re-naturierung und Lehre an der Hochschule Kärnten
Abstract
Die CU – Hochschule Kärnten (ehem. FH) betreibt ein einzigartiges Feldlabor im Metschacher Moos in der Gemeinde Liebenfels an der Grenze der Gemeinden Feldkirchen, St. Veit und Klagenfurt. Das Areal hat eine Größe von rund 15 ha und befindet sich seit 2023 im Eigentum der Privatstiftung der Kärntner Sparkasse, welche in einem Nutzungsvertrag die CU damit beauftragt hat, die Fläche zu pflegen und zu renaturieren, sowie eine Forschungs- und Innovationsinfrastruktur um die Fläche aufzubauen.
Die Fläche wurde 1990 vom Land Kärnten gepachtet und aus der Nutzung genommen, um die Entwicklung der Vegetation zu studieren und die Artenvielfalt zu erfassen. Auf dieser Datenreihe von 30 Jahren kann das Forschungszentrum ICEB nun aufbauen und die Forschung durch moderne Methoden und Technologien erweitern. Die Vegetationskartierungen werden fortgesetzt und durch Daten aus Boden- und Wasserpegel-Loggern ergänzt. Zusätzlich werden unterschiedliche Organismengruppen über das ganze Jahr hinweg erhoben – diese Monitoring-Daten dienen dann als Grundlage für das Testen neuer Methoden und Geräte, womit die Veränderungen den Artzusammensetzungen studiert werden können, die sich aus den Renaturierungsmaßnahmen (Vernässung, Beweidung, etc.) ergeben.
Zwischen 2023 und 2026 haben Forscher:innen der CU bereits Sensorik getestet und etabliert, darunter Audio-Sensoren (Erfassung der Vogel- und Fledermausfauna), Kamerafallen(für Wildtiere und Insekten), Drohnensysteme (Landschaftskartierung), sowie molekulare Methoden (Physiochemie und Organismen des Bodens und Wassers).
Ein Managementplan gibt den Pflegeplan für nächsten 10 Jahre vor und umfasst durch Expertenmeinungen gestützte Empfehlungen zum Mäh- und Weideregime; zum Schnitt und zur Bepflanzung von Bäumen; zur Bekämpfung invasiver Pflanzen; der Förderung von Mikrohabitaten; sowie zur stetigen, partiellen Wiedervernässung der Fläche und anlegen temporärer Stehgewässer.
Im Herbst 2026 wird die Fläche durch ein Feldlabor in Form eines Forschungscontainers erweitert, welches, Analyse- und Rechen– und Lagerkapazitäten in den Naturraum bringen wird. Abgerundet wir die Infrastruktur mit einer GeoSphere akkreditierten Klimastation, über welche die Fläche auch in das LTER-Netzwerk für langfristige Ökosystemforschung eingebettet ist. Zusätzlich wird das Feldlabor der CU nach wie vor als Fläche zur Forschung und Lehre dienen, sowie als Begegnungsort für Stakeholder, politische Akteure und die lokale Bevölkerung im Kontext von Citizen Science.
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