Erich Tasser

FS 27.123

Ernährung, Landwirtschaft und Biodiversität

Session status: Accepted
Content last updated: 2026-06-08 16:29:05
Online available since: 2026-06-08 16:21:53

Details

  • Full Title

    Unsere Ernährung und die Folgen für die Landwirtschaft und Biodiversität
  • Scheduled

    TBA
    TBA
  • Chair

    Tasser, Erich
  • Co-chair(s)

    Zollitsch, Werner; Rasmus, Björn; Legner, Maria; Suske, Wolfgang; Erb, Karlheinz; and Gingrich, Simone
  • Thematic Focus

    Landwirtschaft
  • Keywords

    Ernährungssicherheit, pflanzenbasierte Ernährung, regionale und saisonale Ernährung, Renaturierung, Trade-offs in der Landnutzung

Abstract/Description

Unsere Ernährung bestimmt maßgeblich, in welche Richtung sich die Landwirtschaft regional, aber auch global entwickelt. Damit wirkt sie sich unmittelbar auch auf die Situation der Biodiversität aus. Gleichzeitig ist der Erhalt der biologischen Vielfalt die Grundvoraussetzung für langfristige Ernährungssicherheit und gesunde Ökosysteme. Unser aktuell hoher Konsum an tierischen Nahrungsmitteln erfordert riesige Flächen für den Futtermittelanbau im In- und Ausland und untergräbt durch eine erhöhte Importabhängigkeit unsere Ernährungssouveränität. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft gehören zudem zu den Haupttreibern für den Verlust von Arten und Lebensräumen.

Im Rahmen dieser Session sollen wesentliche Zusammenhänge an konkreten Beispielen aufgezeigt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden. Zentrale Fragestellungen sind:

Wie würde sich eine Umstellung auf eine gesunde, stärker pflanzenbasierte Ernährung auf die landwirtschaftliche Flächennutzung auswirken? Wie viele Bodenreserven würden dadurch in Österreich/Mitteleuropa für Renaturierungsmaßnahmen, biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Sinne des Green Deals frei werden?

Welche Co-Benefits gibt es zwischen einer regionaleren und saisonaler Ernährung und Agrodiversität (inkl. lokaler Sorten und Nutztierrassen) im In- und Ausland?

Wie weit fördert der Ökologische Landbau (Bio) durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger die Ökosystem- und Artenvielfalt, welche kritischen trade-offs können sich ergeben, welche Möglichkeiten gibt es, diese abzuschwächen?

Können Agrar-Umweltprogramme (z.B. ÖPUL) die versprochene positive Wirkung auf die Biodiversität einlösen? Könnten ergebnisorientierte statt handlungsorientierte Förderungen ein probates Mittel zur Förderung der Biodiversität sein?

Welche Ansätze zur Beratung, Sensibilisierung, Veranschaulichung sind wirksam, um ein Umdenken bei Entscheidungstragenden, Betrieben, Bäuerinnen und Bauern zu erwirken?

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