FS 27.122
Eigenrechtsfähigkeit der Natur
Details
Full Title
Eigenrechtsfähigkeit der Natur – neue Perspektiven für die BiodiversitätScheduled
TBATBAChair
Pontasch, StefanieCo-chair(s)
No co-chair(s) nominatedThematic Focus
Gesellschaft, Neue Methoden, TransformationKeywords
More-than-human-perspective, Eigenrechtsfähigkeit
Abstract/Description
Was wäre, wenn die Natur eigene Rechte hätte? Ein Recht auf Existenz, auf Unversehrtheit, auf Schutz der Vielfalt. Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich die Bewegung der Eigenrechtsfähigkeit der Natur, die in den letzten Jahren (inter)national an Bedeutung gewinnt. Eine transdisziplinäre Bewegung, die eine Zeitenwende bedeuten könnte: vom Anthropozän zum Ökozentrismus. Doch was bedeutet diese mögliche Wende für unsere Gesellschaft, Wirtschaft, Natur und unser Verständnis vom gemeinsamen Leben auf diesem Planeten? Diese oft theoretischen Fragen werden vielerorts bereits in der Praxis gelebt – denn die Eigenrechtsfähigkeit der Natur wurde in einigen Ländern wie Neuseeland, Spanien oder Ecuador schon rechtlich verankert.
Auch im Kontext der Biodiversitätskrise stellt sich die Frage, ob bestehende Strukturen und Schutzinstrumente ausreichen oder ob neue rechtliche und gesellschaftliche Ansätze erforderlich sind, um einen sorgsameren Umgang mit unserem Planeten und damit unsere Lebensgrundlage zu sichern. Könnte die Anerkennung der Eigenrechte von z.B. Flüssen, Wäldern oder Ozeanen den Schutz bedrohter Arten und Ökosysteme stärken und neue Wege für Erhalt, Wiederherstellung nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt ebnen?
In dieser Fokus-Session wollen wir uns den folgenden Themenbereichen widmen:
- Ist das derzeitige Naturschutzrecht ausreichend oder braucht es mehr als das?
- Welche good practice Beispiele gibt es (inter)national?
- Sind die Strukturen in denen wir uns als Gesellschaft bewegen und die derzeitige Mensch-Natur-Beziehung veraltet?
- Wie lassen sich die Rechte von nicht-menschlichen Entitäten und menschliche Nutzungsansprüche miteinander vereinbaren?