WS 27.101
Renaturierung von landwirtschaftlich genutzten Flächen ganzheitlich gestalten
Details
Full Title
Vernetzen, Verstehen, Vernässen – Wie Renaturierung von landwirtschaftlich genutzten Feuchtflächen ganzheitlich gestaltet werden kannScheduled
TBATBAChair
Kapitany, EliasCo-chair(s)
Loos, Jacqueline; Ramler, David; Schröck, Christian; and Gross, MargitThematic Focus
GesellschaftKeywords
Feuchtlebensräume, Diskussion, Kollaboration, Wiedervernässung
Abstract/Description
Feuchtlebensräume sind Hotspots der mitteleuropäischen Artenvielfalt und leisten wichtige Beiträge zur Wasserhaushalts- und Klimaregulation. Jedoch zählen sie auch zu den gefährdetsten Lebensräumen Europas, vor allem bedingt durch Entwässerungen. Die EU Verordnung über die Wiederherstellung der Natur sieht daher Maßnahmen auf der Hälfte aller Feuchtflächen vor. Während naturschutzfachlich informierte Pläne zur Wiedervernässung vorhanden sind, scheitert die Umsetzung häufig an der mangelnden Einbindung von GrundeigentümerInnen, LandwirtInnen und anderen Interessengruppen. Für eine nachhaltige Wiedervernässung braucht es daher Ansätze, die die Bedürfnisse und Sorgen betroffener Akteure frühzeitig in die Projektumsetzung integrieren.
Ziel dieses Workshops ist es, unterschiedliche für die Wiedervernässung von Feuchtflächen relevante AkteurInnen aus den Bereichen der Wissenschaft, Naturschutzpraxis, Verwaltung und Landwirtschaft zusammenzubringen. Gemeinsam sollen Bedürfnisse, Herausforderungen und Ängste der unterschiedlichen AkteurInnen in Bezug auf die Wiedervernässung von Feuchtflächen identifiziert werden.
Der 4-stündige Workshop ist in drei Teile gegliedert. Einführend geben kurze Impulsvorträge aus den Projekten KoWiF und AMooRe den Teilnehmenden einen Überblick über die Thematik sowie einen Einblick in erfolgreiche Wiedervernässungsprojekte.
Anschließende Diskussionsrunden in Kleingruppen bringen unterschiedliche AkteurInnen zusammen, um gemeinsam tragbare Zukunftsperspektiven für den Schutz von Feuchtflächen in der Landwirtschaft zu entwickeln. Mithilfe partizipativer Methoden analysieren die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen, formulieren langfristige Zielbilder und erarbeiten mögliche Entwicklungspfade hin zu einer gemeinsam getragenen Zukunft. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, präsentiert und der Diskussionsprozess gemeinsam reflektiert.
Der Workshop strebt ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen, möglicher Entwicklungspfade und Zukunftsbilder an. Die Teilnehmenden erhalten Einsicht in die Perspektive des Gegenübers und können diese in zukünftigen Projekten besser miteinbeziehen. Darüber hinaus legt dieser Workshop einen Grundstein für weiterführenden transdisziplinären Austausch zwischen den beteiligten Akteursgruppen.