FS 27.104
Biodiversität der Nacht
Details
Full Title
Biodiversität der Nacht - erkennen, erfassen, schützen und in Wert setzenScheduled
TBATBAChair
Pichler-Koban, ChristinaCo-chair(s)
No co-chair(s) nominatedThematic Focus
alpine Lebensräume, Bildung, Jugend, Monitoring, Neue MethodenKeywords
Biodiversitätswissen Schutzgebiet nachtaktiv BNE
Abstract/Description
Die Biodiversität der Nacht ist ein zu wenig beleuchtetes Thema und das, obwohl mehr Lebewesen nachtaktiv als tagaktiv sind. Doch wir Menschen sind es gewohnt auszublenden, was abseits unserer üblichen Wahrnehmung liegt. Dabei bietet die nächtliche Lebenswelt ein reichliches Betätigungsfeld. Gerade Österreich und die noch relativ wenig vom globalen Phänomen der Lichtverschmutzung betroffene Alpenregion stellen diesbezüglich eine Schatzkammer dar. Ein eindrucksvolles Beispiel sind die rund 3800 nachtaktiven Falterarten in Österreich, die rund 200 tagaktiven Arten gegenüberstehen. Sie haben überaus wichtige Funktionen als Bestäuber und als Nahrungsgrundlage für weitere Organismen. Dieses Wissen ist (noch) nicht im breiten Bewusstsein verankert. Es gibt eine ganze Reihe von charismatischen nachtaktiven Arten, die hohe Sympathiewerte genießen und so auch das Interesse an Biodiversität allgemein steigern könnten, z.B. Fledermäuse, Eulenvögel oder Igel. Schließlich sind zahlreiche Anpassungen an das Leben im Dunklen bestens geeignet, um das Faszinosum „Natur“ zu entdecken, Zusammenhänge zu begreifen und das Interesse an biologischer und ökologischer Forschung zu wecken.
In dieser Fokus-Session wollen wir uns dem Thema „Biodiversität der Nacht“ aus verschiedenen fachlichen Richtungen nähern und beispielsweise folgenden Fragen nachgehen:
- Welche bewährte und neue Möglichkeiten gibt es, die Biodiversität der Nacht zu erfassen und zu messen?
- Wie kann die Biodiversität der Nacht erhalten, bewahrt und verbessert werden und welchen Beitrag leisten Schutzgebiete dazu?
- Wie können der Wert und die Schönheit nächtlicher Biodiversität einer größeren Bevölkerungsgruppe zugänglich gemacht werden?
- Wie und in welchem Umfang können nachtaktive Arten das Interesse und die Begeisterung für Biodiversitätsschutz steigern?